U15-Judokas geben in heimischer Halle ihr Bestes

Christoph Nesper

(nd) – Viel Lob erntete die TSG Judo wieder einmal für die Ausrichtung ihres bundesoffenen Sichtungsturnieres der U15 in der Karl-Euerle-Halle. Zum elften Mal veranstalteten die Murr-Judokas diesen Wettbewerb und wieder lief alles reibungslos über die Bühne, obwohl 229 Jungen und 134 Mädchen um die Medaillen kämpften. Sportlich lief es für Backnang diesmal nicht ganz so gut wie gewohnt. Trainer Sievert Kaffenberger war davon aber nicht überrascht: „Wir haben in diesen Jahrgängen einfach eine kleine Lücke.“ So schickte er hier auch nur junge und noch vergleichsweise unerfahrene Athleten ins Rennen.
Die allerdings verkauften ihre Haut teilweise gar nicht so schlecht. Benjamin Lütjens beispielsweise konnte in seiner Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm zunächst Patrick Worch (Steinheim) und Patrick Vedder (Nürtingen) schlagen, ehe er gegen Philip Müller (Heitersheim) unterlag. Nach einem weiteren Sieg über Nils Willig (Ulm) schied er gegen Michel da Fonesca (Hessischer Judoverband) im Kampf um Platz fünf aus. Auf immerhin einen Sieg kamen Christian Ruoß (bis 34 Kilogramm) und Max Schneider (bis 40 Kilogramm), während Stephan Kreh (bis 40 Kilogramm) und Magnus Kaffenberger (bis 46 Kilogramm) bei diesem stark besetzten Turnier Lehrgeld bezahlen mussten.
Bei den Mädchen hielt Sandra Seethaler die Ehre der TSG Backnang hoch. Sie gewann bis 48 Kilogramm zunächst gegen Hannah Fertig (Mosbach), hatte dann aber Lospech. Sie traf auf die spätere Turniersiegerin Sandra Kristen (Sindelfingen), gegen die sie nichts ausrichten konnte. In der Trostrunde hatte das Nachwuchstalent der TSG gegen Christina Steurer (Freiburg) ein weiteres Erfolgerlebnis, ehe sie gegen Annika Hüser (Judo-Verband Nordrhein-Westfalen) endgültig die Segel streichen musste.
Lediglich Erfahrung sammeln konnten dagegen Angelika Häussermann (bis 44 Kilogramm), Franziska Czikmantori (bis 63 Kilogramm) und Veronika Herrlein (bis 52 Kilogramm). Dennoch will Trainer Kaffenberger den Kopf nicht in den Sand stecken: „Die Judokas trainieren sehr gut mit. Viele von ihnen sind noch wie ungeschliffene Diamanten, aus denen aber sicher noch etwas werden wird.“ Immerhin ist Backnang nun schon seit 15 Jahren ohne Unterbrechung in der württembergischen Spitze dabei, da war es nur eine Frage der Zeit, dass es auch einmal ein Jahr gibt, in dem es eben nicht ganz so gut läuft. Schon bei der nächsten Auflage ihres Turniers wollen die TSG-Kämpfer wieder mehr Punkte sammeln.