Bronze für Lisa-Marie Bittner beim Internationalen Turnier in Holzwickede

Heidrun Bittner

In Holzwickede fand am Wochenende das DJB-Sichtungsturnier der weiblichen U16 statt. Insgesamt 264 Starterinnen der Alterklasse U16 aus Tschechien, Spanien, Holland und 14 Landesverbänden nahmen an dem größten U16 Turnier in Deutschland teil.
Lisa-Marie Bittner ging sehr gut vorbereitet und motiviert ins Turnier und erkämpfte sich in der mit 41 Teilnehmerinnen stark besetzten Gewichtsklasse bis 63 kg souverän die Bronzemedaille.
Den ersten Kampf gegen Salzwedel (Schleswig-Holstein) sicherte sich das Backnanger Talent mit einer Wurftechnik vorzeitig und punktete gegen Zweighardt (Hessen) durch einen Haltegriff. Im Duell gegen Murrack zeigte Bittner wieder ihre Stärke am Boden und holte den Kampfpunkt durch einen Sankaku-gatame. Gegen Gesch (Berlin) setzte die Backnangerin ihre Siegesserie mit einem Würger fort und stand nun im Kampf um den Einzug ins Finale gegen Stoltenberg (Hamburg). Beide Kämpferinnen lieferten sich einen starken Fight und konnten dennoch keine Wertung erzielen. Bittner setzte 20 Sekunden vor Schluss einen Angriff mit Sumi-gaeshi (Selbstfallwurftechnik) an und warf die Gegnerin auf die Matte. Leider währte die Freude nicht lange, denn der Kampfrichter gab, keiner weiß warum, den Punkt an die Gegnerin und somit war der Finaleinzug für das TSG-Talent geplatzt.
Trotz der Enttäuschung über die Fehlentscheidung, sicherte sich Lisa-Marie Bittner im kleinen Finale den Sieg bereits nach 50 Sekunden.

Gleichzeitig zum Turnier in Holzwickede gingen die jungen Männer der Alterklasse U16, beim Bundesoffenen Mario-Kwiat-Sichtungsturnier in Herne an den Start. Hier waren 288 Teilnehmer aus den Niederlanden, Belgien, Spanien und den 14 Landesverbänden gemeldet. Von den 4 Backnanger Nachwuchstalenten erkämpfte sich Lars Spiegel in der Gewichtsklasse bis 66 kg mit 39 Teilnehmern einen guten siebten Platz. Nach einem Freilos besiegte er Christian Tröster vom Judoverband NRW vorzeitig und unterlag dann dem starken Carles Yanguas vom Nationalteam Spanien. In der Trostrunde konnte er noch zweimal als Sieger von der Matte gehen und unterlag dann dem später Drittplatzierten Chris Friedrich vom Judoverband Sachsen. Marcel Blasenbrey und Paul Nobis konnten jeweils einmal punkten und Artur Fuhrmann sammelte an diesem Tag Kampferfahrung.