Ju-Jutsu

Moderne Selbstverteidigung nach den Budo Prinzipien

Quellenangabe: „Ju-Jutsu“ in Wikipedia – Text gekürzt und teilweise modifiziert verwendet.


Handgelenkbeugehebel in Verbindung mit Armbeugehebel auf dem Rücken

Ju-Jutsu (japanisch 柔術) – Ist ein modernes, deutsches und offenes System  zur Selbstverteidigung und bedeutet übersetzt „sanfte Kunst“.

Jede Verteidigungstechnik ist gegen mehrere Angriffsarten anwendbar. In Kombinationen können die Techniken sinnvoll verbunden und in der freien Verteidigung gegen freie Angriffe als echte Selbstverteidigung angewendet werden.

Bei dieser Methode wird bereits mit einer kleinen Auswahl von Verteidigungstechniken von Anfang an ein größtmöglicher Nutzeffekt durch variable Anwendung erzielt. Bestehende Konzepte werden kontinuierlich erweitert und optimiert, ohne sich an die Einschränkungen bestimmter Stile oder Philosophien zu halten.

Deshalb ist Ju-Jutsu auch eine Selbstverteidigungsart, die für Alle geeignet ist, egal ob klein oder groß, jung oder alt. Jeder kann sich im Ju-Jutsu auf für ihn geeignete Techniken spezialisieren. Die Ju-Jutsu-Praktizierenden werden als Ju-Jutsuka bezeichnet.

Kipphandhebel

Im Ju-Jutsu gibt es auch Gürtelgrade. Der Gürtelgrad zeigt den Fortschritt einer Person im Ju-Jutsu an. Zu unterscheiden in Schüler- (Kyū-) und Meister- (Dan-)Grade. Erworben wird der Gürtel durch Bestehen einer Prüfung oder durch Verleihung. Dan-Grade oberhalb des 5. Dan können nur noch verliehen werden. Träger des 6. Dan oder höher werden auch als Großmeister bezeichnet.

Mit Kyū werden die Schülergrade bezeichnet. Prüfungen bis zum 3. Kyū werden im Verein durchgeführt. Die Prüfungen zum 1. und 2. Kyū werden in manchen Bundesländern auch noch im Verein, in anderen jedoch auf Bezirks- bzw. Landesebene durchgeführt. Grundsätzlich wird bei einer Prüfung zum 1. oder 2. Kyū ein zweiter, vereinsfremder Prüfer hinzugezogen.

Den Kyū, den Schülern, folgen die Dan-Grade für den „Meister“. Für den 1. Dan ist ein Mindestalter von 18 Jahren vorgeschrieben. Der 1. Dan muss per Prüfung erlangt werden, alle anderen Graduierungen können auch vergeben werden. Die letzte Graduierung, die per Prüfung erlangt werden kann, ist der 5. Dan. Alle weiteren Grade werden verliehen.

Ursprünge / Entstehung / Entwicklung


Beinriegel

Die Wurzeln des modernen Ju-Jutsu – Welches 1967 im Auftrag des DJB für die Behörden und die Bundeswehr entwickelt wurde – sind die klassischen Budodisziplinen Aikidō, Judo und Karate. Aus jeder dieser Kampfkünste wurden die für das System Ju-Jutsu effektivsten Techniken übernommen. Die Techniken wurden auf die Bedürfnisse des Ju-Jutsu angepasst und werden deshalb nicht zwingend genau so ausgeführt wie in der Original-Budodisziplin, der sie entstammen.

Aus den verschiedenen Budodisziplinen entstammen folgende Technikkategorien:

  • Aikidō: Hebel- und Wurftechniken
  • Judo: Fall-, Wurf-, Hebel- und Bodentechniken
  • Karate: Atemi-Techniken (Schläge und Tritte)

Durch die Reformierung im Jahr 2000 sind über die drei oben genannten Budodisziplinen hinaus noch Techniken aus Kampfsportarten und Kampfkünsten wie Kick- bzw. Thaiboxen und Ringen sowie Techniken aus den chinesischen und philippinischen Kampfkünsten (FMA = FilipinoMartialArts) aufgenommen worden. Die Messer- und Stockabwehr wurde dabei zum Großteil den philippinischen Kampfkünsten entnommen.

Schulterwurf

Es werden aus jedem Kampfsport und jeder Kampfkunst die effektivsten Techniken zur Selbstverteidigung verwendet, auf den Ju-Jutsuka zugeschnitten und mit anderen Techniken verschiedenster Kampfsport- und Kampfkunstarten kombiniert.

Geschichte des Ju-Jutsu in Backnang


Umgekehrter Halbkreisfusstritt

Ju-Jutsu wurde 1985 in der TSG Backnang Schwerathletik 1920 e.V. als neue Abteilung von Gerd Lau gegründet.

Die Mitgliederzahl der Ju-Jutsu-Abteilung der TSG Backnang Schwerathletik 1920 e.V. stieg sehr schnell.

Ju-Jutsu unterschied sich doch sehr vom Judo, da hier wirklich der Schwerpunkt in der Selbstverteidigung liegt.

Als es zu Unstimmigkeiten zwischen der Judo-Abteilung und der Ju-Jutsu-Abteilung gekommen war, kam es leider zur Trennung und Ju-Jutsu machte sich 1987 selbstständig, innerhalb der Kampfsportschule-Zanshin. Da sich Gerd Lau beruflich veränderte übernahm seine Frau Irene Lau das Training bis 1990.

Ab 1988 begann der heutige Trainer – Ralf Lindermair – mit Ju-Jutsu. Zusammen mit Eduard Peilowich, Theo Heim und Jo Wildermuth übernahmen die 4 nach dem plötzlichen Austritt von Frau Irene Lau den Trainingsbetrieb. Leider hörten die 3 Mitstreiter von Ralf Lindermair in den folgenden 2 Jahren mit dem Ju-Jutsu auf.

Von 1993 – 2004 wurde Ju-Jutsu in der Kampfsportschule-Zanshin von Ralf Lindermair geleitet. 2004 mußte dann leider die Kampfsportschule-Zanshin schließen.

Körperwurf

Eine neue Heimat wurde im Karate-Dojo-Shingikan in der Sulzbacherstrasse gefunden – Bis 2020.

Im Jahre 2020 verkleinerte sich das Karate-Dojo-Shingikan, sodass für die Ju-Jutsu-Gruppe wieder eine neue Heimat gefunden werden musste.

Der Kreis schließt sich – Im Jahre 2020 wurde die Ju-Jutsu-Gruppe wieder in die „TSG Backnang Schwerathletik 1920 e.V. – Abteilung Judo/Ju-Jutsu“ aufgenommen!

Seither findet das Erwachsenen-Training „Dienstag und Donnerstag von 20:00Uhr – 21:30Uhr – im Dojo-Seminar“ statt.

So hast Du jetzt Lust auf Ju-Jutsu?


Probetraining jederzeit möglich!
Mit Bitte um kurzen Anruf bei Trainer Ralf Lindermair unter 0176/57857460 und/oder

Anmeldung formlos an ralf.lindermair@judo-backnang.de

Trainingszeiten


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